Wir planen einen Kita-Neubau
oder
Wenn acht eine Reise tun
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Wenn acht eine Reise tun
Vom 14. März bis 18. März 2011 war der Auftakt dafür.
Es ist gut, bevor die Bauplanung beginnt, sich über das Kitakonzept Gedanken zu machen, um dann mit den Architekten an Hand dieses Konzeptes über den Neubau zu reden.
Deshalb haben wir uns auf den Weg gemacht, um uns inspirieren zu lassen, um Anregungen zu erhalten und uns zu öffnen für viele neue Ideen.
Wir waren in Stuttgart und Hamburg und schauten uns dort sechs ganz unterschiedliche Kitas an.
Sahen Kitas mit einer Kapazität von 200 Kindern, aber auch mit nur 40 Kindern. Es waren Kitas in unterschiedlicher Trägerschaft, wie z.B. Kirche, eine Betriebskita von Airbus, aber auch Kitas, die einem Verband in Hamburg angehörten. Wir lernten Kitas kennen mit einer halboffenen und mit einer ganz offenen Arbeit. Halboffene Arbeit bedeutet, dass es Stammgruppen gibt, in denen die Kinder für eine bestimmte Zeit am Tage "zu hause" sind und den Rest des Tages können sie frei zwischen verschiedenen Angeboten im gesamten Haus, entsprechend ihren Bedürfnissen wählen Wir haben aber auch eine Kita kennengelernt, die sich ganz stark an Montessori orientiert und mit Lernwerkstätten arbeitet. Besonders interessiert hat uns der Krippenbereich, da wir davon ausgehen, dass wir unseren Neubau um diesen Bereich erweitern müssen.
Wir erhielten viele Anregungen z.B.
- es ist gut und wichtig, den Eingangsbereich als einen Sammelort zu gestalten,
- der Krippenbereich sollte vom Elementarbereich getrennt, aber doch mit einem Sichtkontakt gestaltet werden,
- die Kita sollte lichtdurchflutet und farbenfroh sein, also mit Oberlichtern und Fenstern die bis zur Erde reichen, damit auch die Kleinsten in die Natur schauen können.
Wir sahen sehr viele unterschiedlich gestaltete Funktionsräume, z.B. einen Werkraum mit Werkbänken, Bohrmaschinen und Werkzeugen aller Art, wofür die Kinder erst einen Werkzeugführerschein machen müssen, Ateliers, Labore, Kinderküchen, Buchstaben- und Zahlenbereiche, Bewegungsräume mit Kletterwänden oder ähnlichem.
Nach den ersten drei Kitas in Stuttgart war unser Kopf voll. Wir hatten die Möglichkeit, mit einer Fachberaterin zu sprechen, unsere Fragen loszuwerden, unsere Gedanken zu sortieren und zu dokumentieren.
Folgendes haben wir im Team vereinbart:
1. Die halboffene und offene Arbeit finden wir sehr interessant, deshalb möchten wir uns darüber weiter informieren. Bis zum Sommer 2012 wollen wir Weiterbildungen zu diesem Thema besuchen und in Kitas hospitieren. Außerdem möchten wir schon einiges ausprobieren und jetzt umsetzen. Auf diese Weise wollen wir herausfinden, ob die offene Arbeit für uns und unsere Kinder hier in Wilhelmsruh das Richtige ist.
2. Zum Anderen haben wir vor, unsere Kita für Kinder ab 0 Jahre zu erweitern. Auch dafür ist es nötig, Weiterbildungen zu besuchen.
So hoffen wir, bis zum Sommer 2013 gut gerüstet zu sein, um ein Konzept entwickeln und den Neubau unserer Kita gut planen zu können.
Wir danken den Eltern, dass sie uns diese Woche ermöglicht haben.
Sie hat uns nicht nur angeregt und für unsere Arbeit motiviert, sondern auch als Team zusammengeschweißt. Neben all der Arbeit hatten wir auch zwei sehr schöne Erlebnisse. In Stuttgart besuchten wir eine Weinprobe und in Hamburg hatten wir das Glück, das Musical "Der König der Löwen" anzuschauen.
Fix und fertig und voller Eindrücke sind wir dann alle gesund und munter am Freitagabend um 20.30 Uhr wieder in Berlin angekommen.
1. Tegel 7.30 Uhr auf nach Stuttgart, 2. Krippenbereich, 3. lichtdurchflutet, 4. Eingangsbereich, 5. Flur und Garderobe
6. Gruppenraum, 7. wie sehen zwei-jährige Kinder die Stühle und Tische der Erwachsenen, 8. Werkstatt, 9. Diskussion und Auswertung in Stuttgart, 10. auf gehts in Hamburg zur ersten Kita
11. Schmutzschleuse, 12. Flur mit Funktionsecken, 13. 1. Etage mit Blick auf Eingangsbereich und Funktionsecken
